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Laufen im Winter? Klar! Ein fitter Körper wird seltener krank, und der Aufenthalt im Freien stärkt die Abwehrkräfte.
Außerdem kann man im Winter in der Regel entspannter laufen, da nicht das Training im Vordergrund stehen muss: Eine schöne Strecke in winterlicher Landschaft z. B. ist Entspannung pur. Für Sportler mit Wettkampfambitionen jedoch ist das Laufen im Winter unumgänglich, da ansonsten die Zeit nicht ausreicht, die benötigte (Grundlagen-)Fitness nachher wieder aufzubauen.

Bei Temperaturen zwischen +2 und -12 °C ist ein Training im Grundlagenbereich problemlos möglich. Sobald die Temperaturen unter -12 °C fallen, empfiehlt es sich durch die Nase zu atmen. Die Luft wird auf diesem Weg stärker erwärmt, als durch den Mund. „Tief durch die Nase einatmen und durch den Mund ausatmen“: Krankheiten durch zu kalte Luft lassen sich vorbeugen, und die Lungen werden nicht zu sehr belastet. Sinken die Temperaturen allerdings unter -15 °C, ist es eher sinnvoll, eine Alternative zu suchen. Dies kann etwa ein Laufband im Fitness-Studio sein, das Rudergerät oder auch Stabilitätstraining.

Ein weiterer Faktor, den man beim Outdoor-Training beachten sollte, ist der so genannte „Windchilleffekt“: Dieser meint die unterschiedliche Wahrnehmung von gefühlter und wahrer Temperatur bei kräftigem Wind. Häufig empfinden Läufer die Temperatur nicht besonders kalt, in Bewegung kommt dann aber doch Frösteln auf. Der Gegenwind sorgt dafür, dass hautnahe, warme Luft vom Körper abgeführt wird und der Sportler so immer weiter auskühlt. Jedoch braucht der Körper mehr Wärme und Energie, um den Schweiß verdunsten zu lassen, was zu einem weiteren Temperaturabfall führt. Läufer beugen hier am besten mit Kleidung im Zwiebelprinzip vor.

Wer unter Asthma leidet oder mit Herzproblemen kämpft, der sollte bei hohen Minusgraden auf Freiluft-Sport verzichten, denn die kalte Luft fordert Herz und Lungen in erhöhtem Maße. Besonders quälend ist die Kälte für alle Läufer, die unter einer Kälteurtikaria leiden, welche im Volksmund Kälteallergie genannt wird. Juckende Stellen im Gesicht sind häufig die Folge. Der Körper schüttet bei einer Kälteurtikaria vermehrt den Stoff Histamin aus, der die Beschwerden verursacht.